Was sind typische histopathologische Veränderungen?

Die histopathologischen Veränderungen variieren je nach Krankheitsstadium, sind oft nicht spezifisch für eine Rosazea und können anderen chronischen Hauterkrankungen ähneln. Da sonneninduzierte Hautveränderungen bei Rosazea Patienten sehr häufig sind, zeigt sich regelmäßig eine ausgeprägte Elastose. Die Papeln der Rosazea können granulomatös erscheinen und dadurch eine Sarkoidose oder einen Lupus vulgaris vortäuschen.

Stadium I:
In den frühen Stadien der Rosazea zeigen sich überwiegend leichte Ödeme, ektatische Venolen und milde, unspezifische, perivaskuläre, lymphozytäre Infiltrate in der Dermis. Eine leichte Hyperplasie des elastischen Bindegewebes ist assoziiert und eine Elastolyse kann sichtbar sein (zunehmend spiralisierte, verdickte elastische Fasern).

Stadium II:
Spätere Läsionen zeigen eine Zunahme der perivaskulären und perifollikulären Infiltrationen der Dermis, die aus Lymphozyten und Histiozyten mit einer unterschiedlichen Anzahl von Plasma- und Riesenzellen bestehen. Eine akute Follikulitits mit follikulären und perifollikulären Pusteln und zerstörten Haarfollikeln kann vorhanden sein. Die Gefäße sind verdickt und stark erweitert. Die Elastose schreitet fort.

Stadium III:
Stadium III der Rosazea ist durch eine diffuse Zunahme des Bindegewebes charakterisiert. Es kommt zu einer Zunahme der Anzahl von Talgdrüsen und zu Erweiterungen der Follikelausführungsgänge, die keratinhaltige Ablagerungen enthalten. Das hyperplastische Gewebe kann von epithelialisierten Gängen durchzogen sein. Haarbalgmilben (Demodex folliculorum) können die Haarfollikel und den Talgdrüsenapparat dicht bevölkern.

DermIS.net Uni Heidelberg