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Therapie - Rosazea conglobata und Rosazea fulminans

Topische Behandlung

Grundsätzlich sollten bei Rosazea topische Steroide nicht angewandt werden. Die einzige Ausnahme ist die Rosazea fulminans.
Hoch wirksame Kortikosteroide wie Clobetasol-17-propionat können ergänzend zur systemischen Behandlung zur Reduktion der Entzündung hilfreich sein.



Systemische Behandlung

Empfehlenswert ist eine Kombinationsbehandlung von Isotretinoin (0,5 - 1 mg/kg Körpergewicht täglich) und oralen Kortikosteroiden wie Prednison (0,5 – 1 mg/kg Körpergewicht täglich). Bei Frauen kann dies durch orale Kontrazeptiva mit antiandrogenen Eigenschaften ergänzt werden.
Hinweis: Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist die Anwendung einer wirksamen Verhütungsmethode aufgrund der teratogenen Potenz des Wirkstoffs zwingend erforderlich. Unter der Behandlung ist eine regelmäßige Kontrolle der Cholesterin- und Triglyceridwerte sowie der Leberenzyme notwendig. Eine gleichzeitige Behandlung mit Isotretinoin und oralen Tetracyclinen ist kontraindiziert, da dies zu einem Anstieg des Hirndrucks führen könnte. Isotretinoin kann den Verlauf einer okulären Rosazea verschlechtern.

Weitere Therapien:

Bei Rosazea conglobata lassen sich die drainierenden Sinusi mit intraläsionalen Kortikosteroidinjektionen (wie Triamcinolonacetonid) behandeln, auch wenn gelegentlich die vollständige Exzision der Läsion erforderlich ist.


Weitere Information:

Rosazea conglobata



Diese progressive und chronische Form tritt hauptsächlich bei Frauen auf und ist durch verhärtete Plaques und hämorrhagische noduläre Abszesse auf erythematöser Haut gekennzeichnet.
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